Sana’a | Jemen

Im Jemen betreiben wir Suppenküchen für 2400 Schüler:innen und errichteten 2021 eine eigene Zeltschule.
Art der Hilfe

Verpflegung
Bildung

STELP hilft seit

2019

Der Jemen ist aktuell tragischer Schauplatz einer der größten humanitären Katastrophen weltweit.  In dem vom jahrelangen Krieg ausgezehrten Land sind laut des Auswärtigen Amtes über 21 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Mehr als 13,5 Millionen Kinder sind von Hungersnot, Bomben und Krankheiten wie Dengue-Fieber, Diphtherie und Cholera bedroht. Krankenhäuser, Märkte und Schulen sind vielerorts zerstört oder geschlossen. Dort, wo noch Schulunterricht stattfindet, ist es nichts Ungewöhnliches, dass Kinder aufgrund mangelnder Ernährung so geschwächt sind, dass sie immer wieder zusammenbrechen. Und dabei ist es gerade diese junge Generation, die später vor der Aufgabe stehen wird, den mühsamen Wiederaufbau in ihrer Heimat zu leisten.

Seit 2019 konnten wir an fünf Schulen Suppenküchen einrichten und 2020 um drei weitere Suppenküchen erweitern. Aktuell versorgen wir über 2400 Schulkinder und 90 Lehrkräfte mit einer lebensnotwendigen Mahlzeit. Wir leisten somit nicht nur einen Beitrag, um die Kinder mit dringend notwendiger Nahrung zu versorgen, sondern bieten auch einen Anreiz für Eltern, ihre Kinder weiterhin in die Schulen zu schicken.  

Zusätzlich waren wir im Oktober 2021 bei der Errichtung einer Zeltschule in Dharawan Camp, 48 km nördlich von Sana’a, beteiligt, in der nun bis zu 300 Kinder eine Schulausbildung und damit eine Perspektive für die Zukunft erhalten. 

Darüber hinaus haben sich die Lebensmittelpreise seit dem Jahr 2021 mehr als verdoppelt, durch den Krieg in der Ukraine wird der Weizen knapp. Weil sich die Hungersnot deshalb weiter zuspitzt, haben wir gemeinsam mit unseren Partner:innen vor Ort eine Not-Küche eingerichtet. Täglich können wir so bis zu 250 Portionen an Hunger leidende Kinder und Erwachsene verteilen.

Unser Projektpartner Mohammed berichtet: „Eigentlich wollten wir anfangs unsere Not-Küche an drei Tagen in der Woche öffnen. Doch weil jeden Tag so viele Kinder und bedürftige Menschen vor unserer Küche standen, haben wir jetzt an fünf Tagen geöffnet“. Mohammed betreut vor Ort in Sana‘a die von STELP finanzierte Suppenküchen und Zeltschulen. 2400 Schüler:innen gehen dort normalerweise zur Schule und erhalten täglich Mahlzeiten. Doch wegen der Sommerferien musste die Schule samt Suppenküche in den letzten Wochen schließen.